Bebauungsplan
Bebauungspläne legen die Nutzung von Grundstücken fest. Sie enthalten rechtsverbindliche Regelungen für die Nutzung von Grundstücken und werden aus dem Flächennutzungsplan abgeleitet. Zu jedem Bebauungsplan gehört eine Begründung, die Ziele, Zwecke und wesentliche Auswirkungen des Plans darlegen muss.

Im Bebauungsplan können u.a. festgesetzt werden:

  • die Art und das Maß der baulichen Nutzung;

  • die bebaubaren und nicht bebaubaren Grundstücksflächen;

  • die Höhe und Bauweise der Gebäude, Verkehrs- und Versorgungsflächen;

  • Flächen für Geh-, Fahr- und Leitungsrechte;

  • öffentliche und private Grünflächen sowie Flächen für die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern usw.


Vorhaben- und Erschließungsplan(Vorhabenbezogene Bebauungspläne)
Mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan kann eine Gemeinde nach §12 Abs. 1 BauGB die Zulässigkeit von geplanten Bauvorhaben bestimmen. Dazu muss der Vorhabenträger (Investor) bereit und in der Lage sein, die geplanten Maßnahmen innerhalb einer bestimmten Frist (zwei Jahre) durchzuführen und die Planungs- und Erschließungskosten ganz oder teilweise zu tragen. Der Vorhabenträger verpflichtet sich auf der Grundlage eines mit der Gemeinde abgestimmten Plans zur Durchführung der Vorhaben und der Erschließungsmaßnahmen.
Der VE-Plan besteht im wesentlichen aus einer abgestimmten Planung zwischen Gemeinde und Investor, einem Durchführungsvertrag zur Umsetzung der Planung und Übernahme der Kosten und dem Beschluss der Gemeinde.

Unterschiede zu gewöhnlichen Bebauungsplänen:

  • Die Initiative geht grundsätzlich vom Investor aus.

  • Der Investor erarbeit die städtebauliche Planung und verpflichtet sich zu ihrer Verwirklichung sowie zur Übernahme der Planungs- und Erschließungskosten.

  • Der Investor muss über die beplante Fläche verfügen.

  • Die kommunale Verantwortung für die städtebauliche Planung bleibt unberührt.

  • Der VE-Plan darf nur städtebauliche Sachverhalte regeln.