Einer der wichtigsten Inhalte des Liegenschaftskatasters ist die vollständige und genaue Darstellung von Grenzen und Gebäuden.

"Wird auf einem Grundstück ein Gebäude errichtet oder in seinem Grundriss verändert, so haben die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer oder Erbbauberechtigten auf eigene Kosten das Gebäude oder die Grundrissveränderung durch die Katasterbehörde oder durch Öffentlich bestellte Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure einmessen zu lassen. (§ 16 VermKatG NRW – Pflichten)"

 

Bei einer Gebäudeeinmessung wird die tatsächliche Lage des Gebäudes ermittelt, gegebenenfalls in Bezug auf die Grundstücksgrenzen.

Dazu werden alle Eckpunkte des neuen Gebäudes mit einem Tachymeter aufgemessen. Dadurch können hochgenaue Koordinaten berechnet werden.

Nach erfolgter Bearbeitung der Gebäudeeinmessung im Innendienst werden die Ergebnisse dem Katasteramt zur Übernahme in das Liegenschaftskataster eingereicht. Wurde die Gebäudeeinmessung erfolgreich in den Nachweis des Katasters übernommen, erhält der Eigentümer eine Liegenschaftskarte mit Darstellung des neu eingemessenen Gebäudes.

Die rechtlichen Grundlagen sind § 16 Vermessungs- und Katastergesetz Nordrhein-Westfalen (VermKatG NRW) in Verbindung mit dem Fortführungsvermessungerlass (FortVErl) sowie die Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung Nordrhein-Westfalen (VermWertGebO NRW).

 

"§ 16 VermKatG NRW – Pflichten

(2) Wird auf einem Grundstück ein Gebäude errichtet oder in seinem Grundriss verändert, so haben die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer oder Erbbauberechtigten auf eigene Kosten das Gebäude oder die Grundrissveränderung durch die Katasterbehörde oder durch Öffentlich bestellte Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure einmessen zu lassen."

 

Als Eigentümerin, Eigentümer, Erbbauberechtigte oder Erbbauberechtigter sind Sie also verpflichtet, neugebaute Häuser oder Veränderungen am Grundriss auf eigene Kosten einmessen zu lassen.